Piraziz ist ein kleiner Bezirk an der Westgrenze von Giresun, an der Küste des Schwarzen Meeres, bekannt für seine historische und natürliche Schönheit. Mit etwa 13.000 Einwohnern ist es nach Pir Aziz benannt, einer bedeutenden Persönlichkeit des 14.–15. Jahrhunderts. Historische Stätten im Bezirk sind u. a. die Burg Bendehor (Mendehorya) und das Anwesen von Tiralizade Hasan Bey. Piraziz erhielt 1988 den Status eines Bezirks, und die Wirtschaft basiert hauptsächlich auf Haselnussanbau und dem „Piraziz-Apfel“.
Geographie und Nachbarn:
Im Osten grenzt es an Bulancak, im Westen an Gülyalı (Ordu). Der Bezirk umfasst 21 Dörfer und 9 Stadtteile.
Wirtschaft und Landwirtschaft:
Die Haupteinnahmequelle sind Haselnüsse, und die wirtschaftliche Aktivität hängt stark mit deren Produktion und Handel zusammen. Die Küche von Piraziz ist reich an Gemüse, Kräutern und Meeresfrüchten.
Tourismus:
Die natürlichen Strände und Hochflächen von Piraziz haben touristisches Potenzial, aber der Tourismus ist hauptsächlich inländisch. Hochflächen wie Paşakonağı, Bektaş, Çambaşı und Sarıalan werden im Sommer für Freizeit und Festivals genutzt.
Almwirtschaft:
Die traditionelle Almwirtschaft wird heute noch praktiziert, sowohl für die Viehzucht als auch zum Genießen der frischen Bergluft und Sommerfestivals. Festivals finden im Juni und Juli statt.
Kultur und Traditionen:
Der Bezirk teilt Bräuche mit den Regionen Giresun und Ordu. Oğuz-Türkmenische Çepni-Traditionen werden bewahrt, und die Einwohner tragen bei besonderen Anlässen traditionelle Kleidung. Der Bektaş-Plateau ist ein wichtiger Ort für historische und kulturelle Zwecke.
